Das sagt der/die Veranstalter:in:
“Alles Mögliche” ist ein spielerisches Happening, das Chaos und Konzeptkunst vereint: Alles ist erlaubt – solange es vorher angekündigt wird. So entsteht ein lebendiges, unvorhersehbares Theatererlebnis, das Regeln hinterfragt, Gemeinschaft neu verhandelt und die Kraft der kollektiven Imagination feiert.Die Bühne ist leer und es gibt nur eine Regel: Alles, was hier gleich passieren soll, muss vorher öffentlich angekündigt werden. “Alles Mögliche” ist eine improvisierte Performance mit äußerst überschaubaren Mitteln. Die Verheißung von Zäsur und Neubeginn steht am Anfang des Abends. Darin schließt die Performance direkt an “Bullshit” an, die vorangegangene Show von She She Pop auf der Bühne des HAU1, in welcher der Theaterraum symbolisch verramscht wurde. Was jetzt folgt, ist “Armes Theater” im Sinne einer entwaffnend ungeschützten Begegnung. Es beginnt mit einem Mikrofon und einer offenen Liste, auf der die Akteur*innen ihre Vorstellungen und Wünsche, Regeln und Angebote als unsortiertes Skript für den Abend anmelden. Spontan realisierbare Vorschläge folgen auf spektakuläre Visionen, deren Verwirklichung utopisch erscheint. Und während sich am Mikrofon die Ankündigungen anhäufen beginnen die Performer*innen bereits mit deren Umsetzung. Manches bleibt grob skizziert, anderes wird ausbuchstabiert, aber nichts soll verloren gehen. Was wird das hier: Eine Trauerfeier? Eine Tauschbörse? Eine Séance? Ein Wahrheitstribunal? “Alles Mögliche” ist ein Training der gemeinsamen Imagination, der individuellen Initiative und der Kollaboration. Und eine Feier der einzigartigen Gegenwart im Theater.