Zu Beginn des Prozesses gegen Adolf Eichmann in Jerusalem im April 1961 und als Start der täglichen Berichterstattung von dort, strahlt der NDR diesen Film aus. Anhand von Archivmaterialien wie Fotos, Filmausschnitten und Schriftgut unternimmt Auf den Spuren des Henkers eine filmische Beweisaufnahme, interviewt Historiker, Zeitzeug:innen sowie Angehörige des Freundes- und Familienumfeldes von Eichmann. Der ehrgeizige Adolf Eichmann kommt bereits früh mit ausgewiesenen Antisemiten in Kontakt, wird Mitglied der NSDAP und stufenweise befördert, bis er schließlich mit unbeschränkter Autorität ausgestattet, als sogenannte »Endlösung der Judenfrage« die millionenfache Deportation und Ermordung europäischer Jüdinnen und Juden organisiert. Aufgezeigt wird nicht nur die Karriere eines »verkrachten Mittelschülers« zum »Spediteur des Todes«, sondern auch die Funktionsweisen einer »Industrialisierung des Massenmordes«, an der auch eine Vielzahl der Menschen vor den Fernsehbildschirmen Verantwortung trugen, werden deutlich.