Die Ausstellung "Auf Reisen" ist die erste zum Jahresthema 2025 des Kusntverein Wolfsburg: Abenteuer. Der Begriff des Abenteuers ist eng mit dem Begriff der Hoffnung verbunden, also mit etwas, das nicht abgeschlossen ist. Das Abenteuer impliziert einen Möglichkeitsraum. Eine Reise kann der Aufbruch zu so einem Abenteuer sein, zu neuen Erfahrungen und neuen Bekanntschaften.
Die Form des Reisens, die in der Ausstellung angesprochen wird, hat nichts mit dem Entdeckungs- und Eroberungsdrang früherer Jahrhunderte zu tun, vielmehr ist die Hoffnung auf außergewöhnliche Erlebnisse die Motivation für das Aufbrechen in mehr oder weniger weit entfernt liegende Regionen. In der Ausstellung „Auf Reisen“ werden Werke gezeigt, die besondere Erfahrungen an bereisten Orten in Form von künstlerischen Arbeiten und Projekten öffentlich machen.
Von Delia Samila Naghavi Alhosini ist die Videoinstallation „Love & Luxury“ zu sehen. Ausgangspunkt der Arbeit ist eine Hochzeit in Dubai. Ausgehend von dieser Kulisse setzt sich die Künstlerin mit Fragen nach dem Verhältnis von Liebe, Ehe, Kapitalismus und Patriarchat auseinander.
Die Fotoserie von Devah Falcone ist zwischen sozialem und künstlerischem Projekt angesiedelt. Als Mitbegründerin und Vorsitzende des Wolfsburger Vereins „Bildung für Kinder in Afghanistan e. V.“ reist sie häufig nach Afghanistan und dokumentiert ihre dortigen Eindrücke, dabei ist ihr Anliegen, ein differenziertes Bild von Afghanistan zu zeigen.
In „Beirut aufessen“ hat Till Krause seine Streifzüge zu Fuß durch die libanesische Hauptstadt 2005 dokumentiert. Die Routen folgten verschiedenen Handlungsanweisungen, und es war Prämisse, bei jeder Möglichkeit eine Mahlzeit einzunehmen – wodurch eine ganz eigenwillige Kartierung entstand. Die Blätter mit den Aufzeichnungen werden in der Ausstellung präsentiert.
Von Atiye Noreen Lax werden zwei Videos gezeigt, „Haymat“ und „restlessness“. Aufgewachsen zwischen der deutsch-türkischen und pakistanischen Kultur ist die Auseinandersetzung mit Fragen der kulturellen Zugehörigkeit, mit Entwurzelung und Fernweh zentral für ihre Arbeit.