Guillaume Cailleau, Ben Russell, DE/FR 2024, 216 min, Frz./Marokk.-Arab./Engl. OmeU
Die selbstverwaltete Gemeinschaft ZAD (Zone à Défendre) im Nordwesten Frankreichs entstand aus dem Widerstand gegen den Bau eines internationalen Flughafens und trotzte über Jahre hinweg mehrfachen Räumungsversuchen. Heute besteht sie als soziales Experiment jenseits kapitalistischer Strukturen fort. Die Filmemacher Guillaume Cailleau und Ben Russell nähern sich dieser komplexen Realität, indem sie hierarchiefrei verschiedene Formen von Widerstand zeigen – vom Brotbacken über Pogo-Konzerte bis hin zur Pressearbeit. In langen, statischen Einstellungen auf 16mm entfaltet sich ein offene, vielschichtige Erzählung, die keine Antworten vorgibt, sondern zur eigenen Deutung anregt. Der Film ist zugleich Dokument und künstlerischer Akt – eine Reflexion über politische Kämpfe im Kino, eine cineastische Geste der Revolte. Zu Gast: Guillaume Cailleau