Die Holocaust-Überlebende Henriette Kretz wird in der Woche nach Ostern als Zeitzeugin mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommen. Am 22.04. wird sie außerdem ihre Geschichte im Rahmen einer öffentlichen Abendveranstaltung in der Zentralbibliothek der Bücherhallen erzählen.
Organisiert wird der Besuch vom Maximilian-Kolbe-Werk Freiburg e.V. in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und der Katholischen Akademie Hamburg.
Henriette KretzOlaf Kosinsky (kosinsky.eu)
Henriette Kretz wurde am 26. Oktober 1934 in einer jüdischen Familie in der damals polnischen Stadt Stanisawów (heute Iwano-Frankiwsk in der Ukraine) geboren.
Nach dem Überfall auf Polen im Herbst 1939 floh die Familie vor den heranrückenden Deutschen. Henriette kam mit ihren Eltern zuerst nach Lemberg und bald darauf ins benachbarte Sambor. Doch 1941 holten der Krieg und die Deutschen die Familie auch dort ein. Sie mussten in den jüdischen Stadtbezirk umsiedeln, wo kurze Zeit darauf ein Ghetto eingerichtet wurde. Nachdem Henriettes Eltern vor ihren Augen erschossen wurden, überlebte sie selbst versteckt in einem Waisenhaus.
Henriette Kretz versucht seit Jahren, durch Vorträge in Deutschland eine Brücke aus der Vergangenheit in die Gegenwart herzustellen: "Ausgrenzung beginnt ganz schnell, ein Grund findet sich immer." Sie appelliert: "Seht einen Menschen immer als Menschen."
Die Veranstaltung wird aufgezeichnet.
Eine Anmeldung unter dem Link www.buecherhallen.de/zentralbibliothek-termin/eine-kindheit-im-schatten-der-shoah.html ist erforderlich.
Verantwortlich:
Markus Hengelhaupt, markus.hengelhaupt@bsb.hamburg.de
Mehr Informationen: zeitzeugen@stephanie-roth.de
Preisinformation:
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