Ein Box-Theaterstück von Pina Kühr und Pan Selle
Im Boxtraining treffen sich zwei Frauen, die viel zu lange geschwiegen haben: Konni will ihre Wut loswerden, Leo will ihre Wut kennenlernen. Das Training wird zum Safe Space für Themen, die in unserer Gesellschaft nach wie vor tabuisiert sind: regretting motherhood, verwaiste Elternschaft und der Umgang mit weiblicher Wut.
Konni schlägt ihre Wut darüber heraus, dass sie sich als Mutter alleingelassen und überfordert fühlt. Leos Wut hingegen hat sich nach dem Tod ihres Kindes nach innen gerichtet und ist zur Depression geworden. Sie ist auf der Suche nach einem Weg, um sich von ihrer Ohnmacht zu befreien.
Wir brauchen eine kollektive Kompetenz, um mit Verlusterfahrungen, enttäuschten Lebenshoffnungen und seelischem Schmerz umzugehen. Wir brauchen die Bereitschaft, uns Zeit zu nehmen, wenn ein neues Leben kommt. Und uns Zeit zu lassen, wenn ein Leben geht. Das ist im menschlichsten Sinne ein antikapitalistischer Vorgang.
Der Female* Fight Club öffnet Räume, in denen über Verschwiegenes gesprochen werden darf, indem die Figuren durch körperliche Auseinandersetzung ihre Sprachlosigkeit überwinden.
Wir weisen auf konkrete Hilfsangebote hin.
Wir weisen auf konkrete Hilfsangebote hin.
Im Anschluss an die Vorstellungen 22.03 / 29.03. / 12.04. findet ein Publikumsgespräch in Anwesenheit des Teams und einzelner Expertinnen statt. Dort gibt es die Möglichkeit zu den im Stück verhandelten Themen in den Dialog zu kommen. Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Rückmeldungen. Moderation: Pina Kühr / Dauer: 30 min