FOTO: © dokumentarfilmwoche hamburg

Film Undone - Buchvorstellung, Filmvorführungen und Gespräche

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Film Undone versammelt Künstler*innen, Filmemacher*innen, Kurator*innen, Forscher*innen und Archivar*innen, um ungemachte und nicht fertiggestellte Filme, in nichtfilmischen Medien realisierte Filmideen sowie Filme zu präsentieren, die in ihrer geplanten Form und zu ihrer geplanten Zeit ungesehen blieben. Eine Veranstaltung in Berlin (2023) und eine Buchveröffentlichung (2024) widmeten sich der behutsamen Annäherung an einzelne Projekte und reflektierten die Bedeutung von Primärmaterialien vor und nach dem Film. Ihre Zusammenführung als »Elements of a Latent Cinema« eröffnet einen Raum, um Fälle aus unterschiedlichen politischen Geografien und historischen Momenten in Beziehung zueinander zu betrachten und das Unsichtbare des Kinos unter anderen Vorzeichen als durch defizitorientierte Kategorien wie Scheitern, Verlust und Unvollständigkeit zu denken. Latenz markiert eine anhaltende Potenzialität der Dinge, ihren Zustand zu verändern, uns zu affizieren und in Bewegung zu versetzen. Die Beiträge von Film Undone bei der dokumentarfilmwoche hamburg befassen sich mit der Rolle von Staaten und ihren Institutionen bei der Verhinderung von Filmen. So stellt Olexii Kuchanskyi ihre Forschung über die Kyiv School of Popular Science Film vor, eine informelle Filmbewegung innerhalb des staatlichen Studios Kyivnaukfilm, deren Experimente in der Filmpädagogik und der institutionellen Reorganisation von den sowjetischen Behörden unterbunden wurden (11 Uhr). Nach der anschließenden Vorführung von ›Where Russia Ends‹ findet ein Gespräch mit Philipp Goll statt, der Recherchen für den Film durchgeführt hat. Tara Najd Ahmadi präsentiert den Film ›The Newborns‹ (13.30 Uhr), dessen »postponed spectatorship« sie im Kontext ihrer Forschung zur Nichtvollendung künstlerischer Arbeiten in revolutionären Zeiten bei einer Präsentation an der HFBK Hamburg am Vortag (22.4.) diskutiert.

Im Anschluss

Where Russia Ends

Oleksiy Radynski, UA 2024, 25 min, Ukrain. OmeU

In den 80er-Jahren unternahmen ukrainische Filmemacher*innen Expeditionen nach Sibirien. Ihre vergessenen Filmrollen wurden während der russischen Invasion der Ukraine 2022 in Kyiv wiederentdeckt. Sie sind der Ausgangspunkt für einen Filmessay, der Ressourcenausbeutung, Umweltzerstörung und die anhaltende Unterdrückung und Auslöschung indigener Völker in den Kolonien des russischen Imperiums hinterfragt.

Location

fux eg Zeiseweg 9 22765 Hamburg

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