FOTO: © Privatsammlung Tabarrani

Geschichte sichtbar machen: NS-Massaker in Italien

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Annika Duin und Aiko Hillen stellen bei "Wissenschaft im Rathaus" das Forschungsprojekt “Die Massaker im besetzten Italien (1943-1945) in der Erinnerung der Täter”, das unter der Leitung von Dr. Carlo Gentile an der Universität zu Köln angesiedelt ist.

Die Massaker, die während der deutschen Besatzung Italiens zwischen 1943 und 1945 verübt wurden, sind bis heute ein wenig beachtetes Kapitel der deutsch-italienischen Geschichte. Für die Nachfahren der Opfer war es lange Zeit fast unmöglich, Auskunft über die Täter zu erhalten. Dies führte in Italien zur sogenannten “memoria divisa”: Die Betroffenen schrieben die Verantwortung für die Massaker oft anderen Italienern zu.

In Deutschland bildete sich parallel dazu der Mythos der “sauberen” Wehrmacht und somit auch des “sauberen” Krieges der Wehrmacht in Italien. Zahlreiche Täter lebten nach dem Krieg unbehelligt in Deutschland und wurden nie zur Rechenschaft gezogen.

Das Projekt “Die Massaker im besetzten Italien (1943-1945) in der Erinnerung der Täter” unter Leitung von Dr. Carlo Gentile möchte einen Beitrag zur Aufklärung dieser Verbrechen leisten, um sie der Öffentlichkeit nach vielen Jahren des beidseitigen Schweigens differenziert zu präsentieren.

Weitere Informationen zum Projekt unter: https://www.ns-taeter-italien.org/de/)

Die Veranstaltung findet im Europasaal des Rathauses (Spanischer Bau) statt. Anmeldung unter diesem Link.

 

Location

Rathaus Köln Rathausplatz 2 50667 Köln

Organizer

KWR Köln

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