Von Anfang der 1940er Jahre bis 1945 befand sich im Gremberger Wäldchen im Osten von Köln ein Krankensammellager für Zwangsarbeiter*innen. Bei einem Massaker bei der Räumung des Lagers Anfang April 1945 wurden mehrere Dutzend Häftlinge ermordet und weitere verletzt. Die »AG Bodendenkmal« setzt sich seit einiger Zeit für eine Erinnerungsstätte auf dem Gelände des ehemaligen Lagers ein. Im Gespräch mit Stefanie Bilinski (NS-DOK) werden Ilona Obergfell (AG Bodendenkmal), Christoph Keller (LVR, Amt für Bodendenkmalpflege), Gregor Wagner (Stadt Köln, Archäologische Bodendenkmalpflege) und Matthias Lammers (Historiker) der Frage nachgehen, wie an die Geschichte des Ortes und die dort begangenen Verbrechen erinnert werden kann.
Anlässlich des Jahrestags der Auflösung des Krankensammellagers führt der Historiker Matthias Lammers am 12. April 2025 um 14 Uhr über das Gelände und erläutert die Geschichte des Lagers und seiner Häftlinge. Auf dem Gelände findet außerdem um 15:30 Uhr eine Gedenk- und Informationsveranstaltung der »AG Bodendenkmal« mit Berichten von Zeitzeug*innen, Informationen zum Lager und musikalischen Beiträgen statt.
Der Treffpunkt für den Rundgang und die Gedenk- und Informationsveranstaltung ist die NS-Gedenkstätte im Gremberger Wäldchen. Diese Führung ist nicht barrierearm.
Veranstaltungen im Rahmen der Kampagne »80 Jahre Kriegsende«
Preisinformation:
4,50€, ermäßigt 2,00€