FOTO: © Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

I. Das revolutionäre Moment | Das lange19. Jh. - Träume von der post-kolonialen Republik

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Was hat Demokratie mit Dekolonisierung zu tun und welche Rolle spielte Deutschland dabei? In manchen Staaten gelang nach der Unabhängigkeit eine Entwicklung hin zu demokratischen Strukturen, in anderen aber nicht. Unterschiedliche Akteure griffen in diese Prozesse ein und versuchten, diese mit Narrativen, ökonomischen und militärischen Interventionen, aber auch Unterstützung für Akteure der Unabhängigkeit, zu beeinflussen.  

Die Veranstaltungsreihe Träume von der post-kolonialen Republik. Vergangenheit und Zukunft von Demokratien nach Unabhängigkeitskämpfen lädt ein, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Dekolonisierung und Demokratie zu erkunden, Widersprüche kritisch zu beleuchten und alternative Perspektiven auf vergangene sowie gegenwärtige Herausforderungen der Demokratisierung nach Unabhängigkeitsprozessen zu entwickeln. Dabei wird sowohl gefragt, wie die post-koloniale Republik in den Utopien aussah, die vor der (formalen) Unabhängigkeit entwickelt wurden, als auch, was später daraus wurde. 

Im langen 19. Jahrhundert brach das Bürgertum die Vorherrschaft des Adels. Nationalismus und Kapitalismus setzten sich in einer europäisch dominierten Weltwirtschaft als neue gesellschaftliche Organisationsformen durch und schufen rassistisch geprägte globale Hierarchien und Vorstellungswelten.  
Wie sahen die Träume von Demokratie in Lateinamerika, dem südlichen Asien, dem Nahen Osten oder den Peripherien des Zarenreiches damals aus, und wie ihre Realisierungsversuche?  

Referent*innen:  

  • Prof. Dr. Jörn Happel (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg) arbeitet zu Themen wie Russland/der Sowjetunion als Imperien, internationalen Beziehungen zwischen Ost- und Westeuropa oder der Russischen Revolution.  
  • PD Dr. Omar Kamil (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) arbeitet zu Themen wie arabisch-jüdischer Geschichte, arabischer Ideengeschichte und Geschichtserfahrungen, dem Europäischen Kolonialismus in der Nahostregion und in Nordafrika oder zum Islam in Europa. 
  • Dr. Razak Khan (Freie Universität Berlin) arbeitet zu Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, kolonialen Nachwirkungen oder Verflechtungen im neuzeitlichen Indien. 
  • Prof. Dr. Stefan Rinke (Freie Universität Berlin) arbeitet zu Themen wie Lateinamerika in globaler Perspektive, kultureller Globalisierung oder Zukunftsforschung.  

 

Verantwortlich: 

Markus Hengelhaupt (markus.hengelhaupt@bsb.hamburg.de).

Kooperationspartner:

Giga, Goethe Institut, Bücherhallen Hamburg

German Institute for Global and Area Studies I Leibniz Institut für Globale und Regionale Studien

Goethe Institut Hamburg

Bücherhallen Hamburg

Location

Zentralbibliothek Hamburg Hühnerposten 1 20097 Hamburg

Hol dir jetzt die Rausgegangen App!

Sei immer up-to-date mit den neuesten Veranstaltungen in Hamburg!