Suse Itzel, DE 2024, 23 min, Dt. OmeU
Eine experimentelle Anordnung. Bilder von Räumen werden auf andere Räume projiziert. Die Bilder schieben sich über andere Bilder, eine grüne Couch wird zur Skulptur, Familienfotografien zu Silhouetten. Eine autobiografische Stimme aus dem Off beginnt zu sprechen. Der Raum faltet sich und der bürgerliche Hintergrund bekommt Risse. Ein Abgrund tut sich auf: »Kurz dachte ich, ich könnte es mir einfach machen. Ich könnte den Bericht der psychiatrischen Klinik einfach vorlesen. Die Patientin berichtet, dass sie vom 11. bis zum 15. Lebensjahr von ihrem Vater sexuell missbraucht worden sei.« Was folgt, sind Fragmente eines Lebens mit den Auswirkungen der Gewalt beim Versuch der Bewältigung. Ein Film als notwendige Zumutung und herausragende künstlerische Auseinandersetzung mit der eigenen gewaltdurchlebten Biografie.
Zu Gast: Suse Itzel
Preisinformation:
Abendkasse