Zwischen zeitgenössischer Stickerei, textilen Skulpturen, politischem Häkeln und anschmiegsamen Körpererweiterungen setzen sich Claudia A. Cruz, Rahel Jüngling, Malen Rodriguez Pajaro, Johanna Rafalski, Kira Häring und Emilia Sting kritisch mit textilen Techniken auseinander, erweitern die klassische Handarbeit und machen sie sich im Kontext ihrer künstlerischen Arbeiten zu Nutze. Dabei geht es um Zeit, um die taktile Verbindung zum Material, um sich repetitiv wiederholende Bewegungen.
Was bedeutet es, sich in einer kapitalistischen und industriellen Zeit Techniken zu widmen, die in ihrem Tempo begrenzt sind? Warum entscheiden sie sich für genau diese unglaublich zeitintensiven Methoden, die Masche für Masche, Stich um Stich aneinandergereiht ein Bild, eine Form, ein Muster ergeben?
Mit ihren Arbeiten schaffen die Künstlerinnen einen Dialog zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem, eine Erinnerung und Wertschätzung alter Techniken, die in der jetzigen Zeit stattfindet und einen Ausblick auf eine Verbindung mit Zukünftigem gibt. Was können wir von und mit Textilien lernen?
Herzliche Einladung zur Eröffnung am 24. April um 18 Uhr im (Con)temporary Crafts Studio, Carl-Ronning-Straße 2, 28195 Bremen