Ohne Kupfer keine Energiewende – der Rohstoff ist unverzichtbar für den Ausbau erneuerbarer Energien. Doch sein Abbau hat schwerwiegende soziale und ökologische Folgen, besonders in den betroffenen Regionen des Globalen Südens. Wie wirken koloniale Machtstrukturen im Kupferhandel fort, und welche Rolle spielt Hamburg dabei? Ist der moderne Kupferabbau eine neue Form der Kolonialisierung unter dem Deckmantel der „grünen Transformation“? Und wie könnte eine faire, dekoloniale Rohstoffwende aussehen?
Wir sprechen mit Expert:innen über die kolonialen Kontinuitäten im globalen Kupferhandel, die Geschäftspraktiken des Hamburger Unternehmens Aurubis und mögliche Alternativen für eine gerechtere Rohstoffpolitik
Mit:
Vanessa Schaeffer Manrique ist Anwältin. In Peru arbeitete sie unter anderem mit den NGOs Cooperaccion und Red Muqui zusammen. In Deutschland ist sie für die Erzdiözese Freiburg tätig und vertritt die Kampagne Bergbau Peru. Ihre Schwerpunkte sind Umweltrecht, Rohstoffpolitik und Menschenrechte in Lateinamerika und der Karibik.
Astrid Lorenzen ist Industriedesignerin und Mitbegründerin von FairLötet e.V. Zur Zeit leitet sie das Projekt „Faires Kupfer“. FairLötet setzt sich für soziale Gerechtigkeit in den globalisierten Lieferketten der Elektronikbranche ein.
Christian Wimberger hat Lateinamerikastudien und Konfliktforschung studiert. Er arbeitet bei der Romero Initiative als Referent für Unternehmensverantwortung und Guatemala.
Elisabeth Weydt ist Journalistin und Autorin. Sie beschäftigt sich vor allem mit dem Leid, das in unseren Lieferketten steckt, und mit der transformativen Kraft von Zivilgesellschaft. 2023 erschien ihr erstes Buch „Die Natur hat Recht. Wenn Tiere, Wälder und Flüsse vor Gericht ziehen."
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe Hamburg. handelt. dekolonial? statt, in der wir dekoloniale Perspektiven auf Wirtschaft und Handel sichtbar machen möchten.
Zur Anmeldung geht es hier: https://eveeno.com/351145955