»Zwei Frauen in Uniform. Eine Revolution. Ein Gedicht. Erinnerungen an ein Land, dass es nicht mehr gibt.« Nach 20 Jahren kehrt Kristina Konrad zurück nach Nicaragua, auf der Suche nach zwei Sandinista-Widerstandskämpferinnen, die sie in den 80er-Jahren nach dem Sturz der Somoza-Diktatur zu ihrer Rolle als Frauen im Freiheitskampf befragte. Damals euphorisiert von den Versprechen der Revolution und dem kollektiven Traum eines neuen Nicaragua, ist das Land geworden, wie es nie sein wollte – ganz normal korrupt, ganz normal neoliberal. In ihrer scharfsinnig-poetischen, obgleich einfühlsamen Art spürt Konrad gemeinsam mit ihren Protagonist*innen der Vergangenheit nach: der Frustration über das Scheitern der sozialistischen Utopie und dem, was von den revolutionären Ideen geblieben ist.
Zu Gast ist Kristina Konrad