Was Phil Siemers mit seiner Band und im letzten Jahr zum ersten Mal auch solo auf die Bühne stellt, gehört zum Hochwertigsten, was populäre, handgemachte Musik aus Deutschland zu bieten hat. Was er macht, atmet Groove und Lässigkeit; seine Stimme schmiegt sich butterweich zwischen Herz- und Magengegend und die Atmosphäre knistert förmlich vor Präsenz und Sinnlichkeit.
„Was wenn doch“ ist das dritte Album des 32-jährigen Songwriters und wurde innerhalb von 12 Tagen via Crowdfunding finanziert: es ist ein selbstbewusstes, organisches Album. In seinem musikalischen Bogen finden sich unter den zehn Songs neben dem Titeltrack „Was wenn doch“ nachdenkliche wie „Mila & Juri“(VÖ: 07.03.25), der aus Kinderaugen auf Krieg und Zukunftsträume blickt und den Ton mit cinematischem Streicherintro setzt, „Bring mich nach Hause“ (VÖ: 11.04.25) ein Duett mit der Berliner Musikerin Lisa Marie Neumann, auch bekannt als LOUKA, oder „100 Meter“ mit seinem markant-rauen Gitarrensound. Es ist auch seine bemerkenswerte Stilsicherheit, die Phil Siemers diese Bandbreite ermöglicht.