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Play, Life, Illusion. Xanti Schawinsky

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Und Monster Chetwynd „Xanti Shenanigans“

Die Kunsthalle Bielefeld präsentiert vom 15. März bis 15. Juni 2025 die erste umfassende Retrospektive des frühen Bauhauskünstlers Alexander „Xanti“ Schawinsky (1904-1979) in Deutschland seit über 35 Jahren. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Installation und Performance der britischen Künstlerin Monster Chetwynd (*1973), die auf Schawinskys Werk Bezug nimmt.

Unter dem Titel „Play, Life, Illusion“ zeigt die Ausstellung mit über 100 Gemälden, Fotografien, Bühnendesigns, Zeichnungen und Designgrafiken das multidisziplinäre Werk des schweizerisch-amerikanischen Künstlers Xanti Schawinsky in seiner ganzen Bandbreite. Die Ausstellung trägt zur Wiederentdeckung von Schawinskys lange unzugänglichem Werk bei, da ein Großteil der Werke zum ersten Mal seit dem Tod des Künstlers im Jahr 1979 präsentiert wird. Realisiert wurde die Ausstellung in Kooperation mit dem Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean, wo sie bereits vom 12.07.2024 bis zum 05.01.2025 zu sehen war.

Xanti Schawinsky, 1904 in Basel geboren, war eine zentrale Figur am Bauhaus, wo er mit Künstler:innen wie Oskar Schlemmer, Walter Gropius, Paul Klee und Lázló Moholy-Nagy studierte und zahlreiche Bühnen- und Kostümdesigns entwarf, Collagen und Fotografien anfertigte und pionierhaft die Idee des ‚Spectodramas’ entwickelte, einer neuen Theaterform, in der er nach eigenen Worten, „Farbe und Form, Bewegung und Licht, Klang und Wort, Pantomime und Musik, Grafik und Improvisation“ verbinden wollte. Nach Hitlers Machtübernahme im Jahr 1933 emigrierte Schwawinsky als jüdischer Künstler zunächst nach Italien und 1936 weiter in die USA. Dort lehrte er am Black Mountain College und wurde zu einem der wichtigsten Vertreter des transatlantischen künstlerischen Austauschs. Von großer formaler Vielfalt und experimenteller Neugier getrieben, engagierte sich Schawinsky in einigen der bedeutendsten künstlerischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts und hinterließ dort seine Spuren. Seine radikale Haltung zur performativen und prozessbasierten Erweiterung der Kunst hat noch heute Einfluss auf die junge Kunst.

Location

Kunsthalle Bielefeld Artur-Ladebeck-Straße 5 33602 Bielefeld

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