In den diesigen Straßen Hamburgs formierte sich eine Band, die den Soundtrack zu einer Welt liefert, in der Americana auf norddeutsche Melancholie trifft: Giant Crow. Ihr aktuelles Album In The Cut, erschienen im September 2024 bei Cosirecords, ist ein Beweis für ihre Fähigkeit, Genregrenzen zu sprengen und dabei tiefgehende Emotionen zu wecken.
Frontmann und Banjospieler Nikolas Kuhl führt mit seiner markanten Stimme durch lyrische Landschaften, die zwischen apokalyptischer Spiritualität und ironischer Distanz changieren. Gitarrist Justin Jardine ergänzt diesen Klangkosmos mit Tönen, die sowohl in Nashville als auch im Post-Rock verwurzelt sind, während Bassistin Judith Krischke mit tiefen Linien von Jazz bis verzerrtem Rock die Basis legt. Violinistin Maline Zickow, klassisch ausgebildet, verwischt gekonnt die Grenzen zwischen den Genres und verleiht dem Sound eine zusätzliche Dimension.
Giant Crow vermengen Alternative-Country mit Post-Punk und Neo-Psychedelic und sind eine klare Empfehlung für Fans von 16 Horsepower, Wovenhand, Emma Ruth Rundle, Lucy Kruger & the Lost Boys und Nick Cave.
„Wie das ferne Amerika, blutig, wild, wie bei Cormac McCarthy, in einer fiebrigen Mischung aus Hank Williams, Creedence Clearwater Revival und Joy Division“ Chris Airoldi