Der Satz „Über Geld spricht man nicht“ ist ein langbewehrtes machterhaltendes Paradebeispiel für unser gesellschaftliches Verhältnis zu Geld. Die einen schämen sich keines zu haben und die anderen, die es haben, sprechen nicht darüber. Über die reichsten Personen der Republik wird keine genaue Statistik geführt aber, dass jede fünfte Person in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen ist, ist überall nachlesbar. Wie weit sind also die Lebensrealitäten in der teuersten Stadt Deutschlands voneinander entfernt?
“HEUTE VERDIENE ICH RUND 1 MILLIONEN EURO BRUTTO. ALSO ICH WÜRDE MICH ZUR GEHOBENEN MITTELSCHICHT ZÄHLEN.” (F. MÄRZ)
In einer absurden Gewinnspielshow treffen unterschiedliche Charaktere aufeinander und müssen Solidarität und Eigenanspruch gut miteinander ausbalancieren. In verschiedenen Spielen erspielen sie nicht nur schnelles Geld, sondern diskutieren auch über Nutzungs- und Verteilungsmöglichkeiten. Die ausstehende Gewinnsumme kann für alle Beteiligten lebens- oder gesellschaftsverändernd sein. Fragt sich nur, wer die Summe mit nach Hause nimmt.
Der Regisseur Demjan Duran widmet sich dem Münchner Klischeethema: Geld.
Mit einem Ensemble von Münchner*innen zwischen 12 und 66 Jahren, untersucht die generationenübergreifende Gruppe ihre finanziellen Verhältnisse.
Premiere am 15.5.2025 im Werk*raum, weitere Vorstellungen im Werk*raum, im Schauburg LABOR in Ramersdorf und beim Treffen der Bayerischen Theaterjugendclubs