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Stolz und Vorteil – Duisburger Familien zwischen 1870 und 1930

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Eine Ausstellung über Privilegien, Normen und Ausgrenzung

Stolz ist ein Gefühl, das wir alle kennen. Es gehörte auch zur Haltung des Bürgertums im 19. Jahrhundert, denn etwas hatte sich verändert. Nicht mehr die Abstammung bestimmte den gesellschaftlichen Rang, sondern man definierte sich nun durch Leistung, Besitz und Einfluss – und sicherte sich damit zahlreiche Vorteile.

Im 19. Jahrhundert wurden Duisburgs großbürgerliche Familien durch die Schwerindustrie, den internationalen Handel, Karrieren im Beamtentum oder in der Stadtpolitik wohlhabend. Ihre Privilegien hielten sie durch Netzwerke, strategische Heiraten und strikte gesellschaftliche Normen aufrecht. Doch diese Normen hatte ihren Preis: Für Andersartigkeit war kein Platz. Wer nicht in das Idealbild passte, wurde ausgegrenzt oder benachteiligt.

Sich scheiden lassen, ein uneheliches Kind zur Welt bringen oder sich als homosexuell outen: All das, was vom Bild der Idealfamilie abwich, brachte öffentliche Schande und war im schlimmsten Fall strafbar. Anstelle von Stolz trat Scham.

Mit vielfältigen Exponaten und einem kritischen Blickwinkel erzählt die Ausstellung die Geschichten privilegierter und benachteiligter Familien Duisburgs. Von Familien mit – auf den ersten Blick? – stolzen Biografien und den Familien, die durch die Abweichung von der bürgerlichen Norm benachteiligt waren.

Preisinformation:

Museumseintritt: Erwachsene zahlen 4,50 €, ermäßigt 2 €. Berechtigte für Ermäßigungen sind Kinder und Jugendliche von 7 bis 18 Jahren, Studierende, Auszubildende, Empfänger*innen von Hartz IV, ALG 2. Für Kinder unter 7 Jahren ist der Eintritt frei. Jeden Donnerstag „Pay what you want – Zahle was du willst“.

Location

Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg Johannes-Corputius-Platz 1 47051 Duisburg

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