Kristina Konrad, DE 2025, 82 min, OmeU
In ihrem jüngsten Film begleitet Kristina Konrad als Filmemacherin und Tochter ihre Mutter beim Altwerden. Zunächst mit Worten – bei einem Gespräch über die Rolle der Frau oder in Familiennarrativen einer Geburtstagsansprache – und zunehmend in bewusst schweigsamen Beobachtungen – bei der Reinigung einer Wurstschneidemaschine oder mühsamer werdenden Handgriffen, die zu Haltegriffen des langsam entschwindenden Alltags werden. Geduldiges Hinschauen und Zuhören, ein Gespür für Momente, in denen etwas aufscheint, eine empathische und engagierte Nähe – was die Haltung und Methode von Konrads Filmen ausmacht, findet in dieser Begegnung zwischen Mutter und Tochter zu einer filmischen Konzentration, die etwas von der Essenz der vergehenden Existenz spürbar macht. Ein in Thema und Form konsequentes und sensibles Alterswerk.
Zu Gast: Kristina Konrad