Nicole Vögele, CH 2024, 138 min, Bosn./Dari/Kurd./Engl. OmeU
Nacht. Wald. Hundegebell. Wenig Sicht. Nicole Vögeles Film bringt uns an eine Außengrenze der EU. In der Landschaft, die Bosnien-Herzegowina und Kroatien trennt, liegen traumatische Erinnerungen des vergangenen Bosnienkriegs wie Minen begraben, während heute an der Grenze Menschen auf der Flucht gewaltsam zurückgedrängt werden. Sie hinterlassen neue Spuren im Grenzgebiet und treffen auf einheimische Bewohner*innen. Es wird Holz gehackt, Quad gefahren, eingekauft und gleichzeitig abgewartet, gehofft und der nächste Übertrittsversuch vorbereitet. Die Zeit vergeht, Jahreszeiten wechseln – alte Narben werden sichtbar und erinnert, neue entstehen. Ein kinematografischer Essay, der beobachtet und sammelt und in dem vergangene Gewalt und gegenwärtige Migration in der Landschaft zusammenkommen. Zu Gast: Nicole Vögele.