Seit der umfassenden Sanierung Ende 1999 präsentiert sich das „Erste Haus“ am Platz mit einem ochsenblutfarbigen Anstrich. Dies ist ein Anklang an die mittelalterliche Backsteingotik, da wohl um 1340 mit seinem Bau begonnen wurde. Als „Kophus“ fand das Rathaus 1369 erstmals urkundlich Erwähnung. Im Keller ist ein mittelalterliches Kreuzrippengewölbe erhalten. Während zweier großer Stadtbrände 1713 und 1736 wurde das Gebäude stark zerstört. Mit dem Wiederaufbau 1738 erhielt es, nun geschmückt durch die markanten Volutengiebel, weitgehend seine heutige Gestalt. Aus dieser Zeit stammt auch die barocke Ausgestaltung der ehemaligen Ratsstube, die jetzt als Standesamt und für festliche Empfänge genutzt wird. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die mittelalterlichen Arkaden auf der Ostseite geöffnet. Hier hat die Touristeninformation ihren Sitz.